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Tag 32 – kurz vor Pause

Was mach ich eigentlich den ganzen Tag? Ich weiß es selbst nicht so genau, wann und wie die Stunden hier vorübergehen. Insgesamt habe ich von der Chemo bisher „nur“ zwei ziemlich ausgeprägte Nebenwirkungen. Die eine ist ein Schluckauf, der im Sitzen oder Liegen zum Glück halbwegs okay ist…und die andere ist eine ziemlich große Müdigkeit, die nun mal einfach da ist. Aber das wird dann wohl noch heftiger, wenn ich im Laufe der nächsten Woche, laut Ärztin wird das gegen Donnerstag der Fall sein, in ein Zelltief fallen werde, das mit einer großen Schwächephase einhergehen wird. Aber wie gehabt…alles bei Zeiten.

Insgesamt bin ich froh, dass mein Kopf noch ziemlich „klar“ ist und ich mich bisher nicht in diesem „tranceartigen“ Zustand befinde, wie es bei der ersten Runde der Fall war.

Die letzten Tage konnte ich auf dem Gelände auch „Besuch empfangen“, was immer sehr schön war: Aus dem Zimmer rauskommen, frische Luft schnappen, Menschen sehen… Und sonst liege ich auch viel im Bett. Denke nach, bzw. folge plötzlich aufkommenden Gedanken und lasse diese Gedanken dann auch wieder los. Ab und zu kommt dann auch Gott in diesen Gedanken vor…

Heute Abend gibt es dann vorerst die letzten beiden Beutel Etoposid. Morgen (Sonntag) ist dann ein Pausentag. Und dann hoffe ich, dass am Montag alles mit der Stammzellenspende klappt. Vielleicht kann ich am Dienstag für zwei Tage nach Hause. Wir werden sehen…

Ein Kommentar

  1. Dörte Dörte

    Lieber Max, es ist schön dich zu sehen und es beruhigt, dass sich die Nebenwirkungen in Grenzen halten.

    Wenn ich hier lese, fühle, höre, erspühre kommt mir das Wort Schreibhandwerk in den Sinn.

    Das ist Sinn selbst im UNsinn, Worte gebären, Glück, Freiheit, Instrument, Gedächtnis, Geschenk, Spiel und Raum, Anker, raumhafte Möglichkeit sich zu leeren und zeitgleich zu füllen.

    Reichtum eines kleinen, bald neuem Lebens.
    Zurückholbare Welt…..Passion

    Bevor des Tages Licht vergeht, o Herr der Welt hör dies Gebet…..🙏

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