Jetzt gerade bin ich an einer Zentrifuge angeschlossen, die meine Stammzellen sammelt. Drei Stunden, vielleicht auch ein bisschen länger soll das dauern….
Aber heute wurde mir mal wieder deutlich: Ich selbst kann hier in der ganzen Krankenhauswelt sehr wenig mitbestimmen…ja klar, es ist mein Körper, und eine Dosisreduzierung würde ich sicherlich bekommen. Aber das drum herum? Das Organisatorische? Liegt nicht so in meiner Hand….erst habe ich heute 110 Minuten auf den Zugang (ein sogenannter Shaldon Katheter) warten müssen…und dann hieß es nach dem Röntgen: „Sie können nichts mehr holen, sondern müssen direkt zur Apaharese“….
Und so sitze ich hier…immerhin habe ich (wahnsinnig schlechte) Kopfhörer bekommen. Aber immerhin Kopfhörer…und die Leute sind wirklich sehr freundlich!
Insgesamt muss ich jetzt noch ca 110 Minuten auf einem bequemen Sessel verbringen und kann nachdenken, beten, vielleicht jemandem schreiben…und vielleicht auch ein paar Momente schlafen….
Und sollte das gut gehen, werde ich noch heute Abend entlassen….
Was ich auch nicht bestimmen kann… mir fallen die Haare aus… Eine interessante Erfahrung, die doch mehr an mir nagt, als ich mir eingestehen wollte… denn so wird die Chemo auch äußerlich sichtbar und ich werde mehr oder weniger jeden Tag durch ein verändertes Gesicht meinerseits erinnert.
Und der ganze Chemoplan hat sich laut meiner Ärztin um ein paar Tage nach hinten verschoben…. aber dazu ein anderes Mal mehr…
.

Ich wünsche dir weiterhin viel Kraft und Zuversicht und bin im Gebet bei dir. Lieben Gruß Rony
Lieber Max, Krankenhausmaschinerie bleibt Krankenhausmaschinerie, auch da braucht man viel Geduld. Dass die Leute freundlich sind, ist doch viel wichtiger. Wir drücken Dir die Daumen, dass die Stammzellenentnahme heute erfolgreich abgeschlossen werden kann und Du wieder nach Hause kannst. Dass mit den Haaren ist für alle Betroffenen schwer, Bekannte von mir haben das Ganze daher abgekürzt und sich beim Friseur die Haare abrasieren lassen, als der Haarausfall begann. In jedem Fall – und das ist viel wichtiger – die Haare wachsen wieder. Wir sind weiter in Gedanken bei Dir! Liebe Grüße Sabine und Uli
Schön dich zu sehen Max ☺👍
ich hoffe es hat alles gut ( erträglich ) geklappt und du bist am Abend wieder daheim.
Vielleicht hattest du die Kraft betend deine Gedanken fliegen zu lassen.
Male mir mein Leben:
Garten
duftende Erde
pflanzen
Hängematte
frische klare Luft
warme Sonne
Menschen
Klangwelten
Bücher
Worte
schreiben
Wo sehe ich hin?
Was ist wirklich wichtig?
Der Reichtum, den ich habe
Die Liebe
….es wird Max….es wird…
Ich umarme dich ganz lieb, bete, hoffe, schreibe….
…..und weißt du Max, du schenkst mir gerade Kraft….Danke schön ❤🙏❤🐞☀️🙏
Hallo Herr Moll,
Sie werden wahrscheinlich mit meinem Namen erstmal nichts anfangen könne. Caro, die ich als Kollegin und Mensch sehr schätze, macht beruflich in RS das, was ich in Mettmann mache.
Ihre Erkrankung beschäftigt mich sehr, da meine Frau vor 15 Monaten auch eine Krebsdiagnose bekam, mit Mestasen und Chemo und allem.
Ihr Eintrag im Blog hat mich heute daran erinnert, wie meine Frau letztes Jahr Ostern begann, ihre Haare zu verlieren. Ich habe ihr dann eine Glatze geschoren, mit ganz vielen Tränen. Aber sie wollte die Haare nicht nach und nach verlieren. Da muss jeder seinen weg mit finden.
Ich will Sie nicht mit meiner Geschichte belasten.
Was uns durch die Zeit getragen hat, war das Gefühl im WTZ in der Uni Essen und der Ruhrlandklinik in den allerbesten Händen zu sein. Inzwischen hat sie zwei Lungen-OPs gehabt, eine weitere Tumorerkankung in der Lunge.
Und jetzt wachsen die Haare wieder. Die Prognose war äußerst negativ, und dann auf einmal das Wunder, Es ist kein Krebs mehr im Körper nachweisbar.
Vielleicht war es gar kein Wunder. Ganz viele Menschen haben für uns gebetet. Und ich glaube, Gott hat uns nicht vergessen, er hat uns mitgetragen!
Möge Gott jetzt Sie tragen und auch Caro. Ich wünsche Ihnen viel Kraft für den Weg, der noch vor Ihnen liegt. Der Weg führt bergauf und bergab. Immer wieder. Aber mit Gott und der Liebe Ihrer Frau schaffen Sie den Weg. Ich wünsche Ihnen für den Weg Gottes Segen. Und ich wünsche Ihnen gute Freunde, die jetzt zu Ihnen stehen.
Auch für Caro wünsche ich ganz ganz ganz viel Kraft.
Herzliche Grüße
Reinhold Keppeler