Seit Mittwoch bin ich wieder zuhause…erstaunlich schnell wie ich finde, dafür dass mir heute vor einer Woche der Burstkorb geöffnet worden ist. Und es ist in manchen Momenten echt seltsam, unreal, widersprüchlich. Irgendwo zwischen „Erleichterung“ und „Angst“, zwischen „Hoffnung“ und „Pessimismus“, zwischen „Mut“ und „Trostlosigkeit“. Immerhin sind die Schmerzen erstaunlicherweise ziemlich gering bis gar nicht vorhanden. Da muss ich schon aufpassen, mich nicht zu viel zu bewegen bzw. unangemessene Bewegungen zu vollführen. Denn aktuell ist das Brustbein „nur“ mit ein paar Drahtklammern befestigt und es wird 6-8 Wochen dauern, bis es halbwegs zusammengewachsen ist.
Zudem spüre ich bereits jetzt, dass die Angst, dass Pumba zurückkommen könnte, immer wieder mein Leben durchbrechen wird. Dieser Gedanke kommt oft unvermittelt und plötzlich und macht mich super traurig. Denn ein „Rezidiv“ ist gar nicht so unwahrscheinlich. Immerhin ist es „wahrscheinlicher“, dass es nicht passiert. Oder wie mein Hausarzt gestern meinte: „Bleiben wir doch erstmal optimistisch.“
Am nächsten Mittwoch bin ich nochmal zur Befundbesprechung in der Ruhrlandklinik. Dann werde ich auch erfahren, ob es denn „wirklich eine R Null Resektion“ ist. Also ob die Ränder, die rausgeschnitten worden sind, wirklich nur gesundes Gewebe waren. Und ich bekomme gesagt, „wie lebendig“ Pumba noch war. Je weniger lebendige „Zellen“ im Tumor zu finden sind, desto besser ist es für mich. Im Anschluss an diesen Mittwoch gibt es nochmal eine Tumorkonferenz mit einer Entscheidung, wie es mit mir weitergehen könnte. Und ich hoffe, dass die dann auch „schriftlich“ sagen: „Soweit, so gut.“ Ich mag mir auch nicht ausmalen, was das mit mir machen würde, wenn da jemand auf die Idee kommen könnte, ich müsste nochmal eine Chemo machen… Das ist zwar nicht geplant, aber mit den „Plänen“ war das in der Vergangenheit auch immer so eine Sache. Spätestens am Mittwoch melde ich mich dann nochmal.
Aber! Und das ist das Wichtige: So weit, so gut! Denn es ist so viel Gutes passiert und ich habe diesen Weg bisher dann doch erstaunlich gut gehen können. Auch dank der vielen lieben Menschen, dank Caro, meiner Familie, Freunde, Bekannte, Wegbegleiter, Gedanken, Worten, Werken, kompetenten Ärzten, Entscheidungen. Und irgendwo da drin ist dieser Gott sicherlich auch da gewesen.

Der Max 😊❤️ ist wieder zu Hause.
Sehr sehr schön.
Ja und mit dir auch das Geäst am Wegesrand.
Gefühle der Freude-knallkrasse Angstmomente- Erleichterung überholt von Hoffnungslosigkeit…..
Ein Rausch von Gedanken – Gefühlen – Welten…..
Damit werden wir Pumbamenschen umzugehen lernen .
Aber ich erwähne es immer wieder Max , wir sind nicht Prognose oder Zahl oder was auch immer.
Wir sind Mensch Gott gewollt und geliebt.
Schau ich habe einen KI Wert ( Zellteilung-Geschwindigkeit ) von 98% . Schwierig wird es bei > 15%. Von krass entartet und noch viel mehr….
Schau Max ich erobere immer noch jeden einzelnen Tag neu. 😉
Es ist die Betrachtung des Ganzen- der Blick auf das kleinste Glück im Sein – und das Zulassen von Momenten der Trauer- des Schreiens- der Panik- nackte Angst….
Mir hilft , es auszudrücken z.B mit knallbunter Farbe und dem Schreibhandwerk….dein Blog z.B.
Hätte jemand gesagt ,schreibe 135 Gedankensplitter, hätte ich gelacht und wäre gegangen.
Wir wachsen Max , wachsen an Pumbas, Rezidiven, Metas…wir dürfen blühen,aufblühen und vor allem LEBEN und LIEBEN.
Drücke aus was dich quält und was dich freut, drücke es aus irgendwie ganz ohne Norm und frei ohne Wertung und Erwartung….ja und dann gibt es Seelen die uns aushalten so wie wir sind und ticken.
Durch sie schaut Gott uns an. Sie nehmen uns an die Hand , wie und wodurch auch immer. Gnade und Geschenk zugleich.
Ausdrücken mitten im Alltag…
einen Ort der anders ist…
und an dem ich anders sein kann…
Ein Ort…
an dem meine Seele zur Ruhe kommt…
entwirren /entknoten…
Raum…
Raum haben ….
Wenigstens für eine Weile…
Eine ruhige Nacht und ein gutes Ende
schenke uns allen hier im Blog und draußen im Leben der allmächtige Herr
❤️🐞❤️🐞😘😘
Lieber Herr Moll,
Pumba ist raus, und das ist gut so!
Ängste und Hoffnungen werden von nun an Teil Ihres Lebens sein. Aber neben der lebensbedrohliche grausamen Pumba-Erfahrung durften Sie auch die Erfahrung machen, dass Sie nicht alleine unterwegs sind. Ich meine nicht nur die Ärzte, die all ihr Können und Wissen für Sie einsetzen. Ich meine auch Ihre Freund und Bekannten, die Sie begleiten. Wenn ich die Kommentare in diesem Blog lese, dann weiß ich Sie in guten Händen.
Und was die Zukunft bringt, wer weiß das schon.
Möge Gott seine schützende Hand über Sie halten.
„Bleiben wir doch erstmal optimistisch.“ Gefällt mir gut. Ganz lieben Gruß, lieber Max!