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Tag 68 – wie weit?

Seit Donnerstag (Tag 65) hatte ich ein bisschen die Hoffnung, dass es mir bereits am Freitag deutlich besser gehen wird. Diese Hoffnung hatte sich ein wenig damit erledigt, dass ich auch am Freitag noch ziemliches Fieber hatte. Daraufhin wurde mir ein anderes, ziemlich starkes Antibiotikum verordnet. Dieses verursacht bei mir immer mal wieder Kopfschmerzen und seltsame Pusteln auf der Zunge… Aber das Fieber ist damit jetzt weg.

Leider sind die Thrombozytenwerte ziemlich niedrig (ab 150 wäre gut), Freitag waren es 8, heute 14… und diese niedrigen Werte haben wohl dazu geführt, dass ich heute morgen um 6.30 Uhr spontanes Nasenbluten hatte. Unpraktischerweise hatte ich so schnell keine Taschentücher zu Hand… sah entsprechend schlimmer aus, als es dann letztlich war. Im Nachgang gab es dann noch eine Transfusion von Thrombozyten…

Was ich aber spüre: Waren es nach der ersten Runde Hochdosis vielleicht 40% meiner alten Leistungsfähigkeit, mit der ich nach Hause gehen konnte…so werden es dieses Mal nochmal spürbar weniger sein. Vielleicht 25%, eher 20%? Mir fehlt es an Kraft, an „Motivation“, irgendwie auch an „Freude“. Und ich frage mich… wie viel werden es nach einer dritten (letzten) Runde sein? Wie notwendig ist diese dritte Runde? Wie kaputt werden meine Ohren und Nerven sein? Wie viel ist davon „reversibel“? Steigert sich die Gefahr an „Langzeitfolgen“ mit einer weiteren Runde? Ist eine Dritte wirklich notwendig? Wie weit trägt mich mein Glaube und wie weit trägt mich Gott? Werde ich nach einer dann letzten Runde überhaupt schnell genug Kraft für eine (nicht gerade kleine) OP haben?

Denn von Anfang an hieß es… „diese Chemo dient nur der Verkleinerung von Pumba“, um bei einer OP alles restlos rauszuholen. Am Dienstag werde ich hoffentlich ein Gespräch mit dem Oberarzt führen können, um dann auch alle meine Fragen, Zweifel und Ängste zu nennen. Vielleicht reicht ja euch eine Dosisreduzierung…

2 Kommentare

  1. Dörte Dörte

    Guten Morgen lieber Max 😘☀️,

    nun bist du an einem Wegpunkt angelangt, an dem auch ich vor Zeiten war. Max es ist ein Wegpunkt und du bist schön bis Tag 68! gepilgert.
    Durch meinen Kopf und Geist wandert gerade genau dieser Wegpunkt. Abgemagert, völlig ohne Kraft, zerpflückt gefühlt an jeder Zelle, schleichen war mein voran kommen. Und immer dieser hämmernde Gedanke, wofür….warum…weshalb und ganz wichtig wohin……

    Der Leib schreit hör auf damit…
    die Gedanken trommeln Pause…
    der Weitblick wird zum Tunnelblick…
    die Gedanken haben Macht…
    Gott ist stärker…
    Der Leib unendlich zäher…
    Neue Zellen/Gute Zellen rufen Leben…

    ….halte durch mein Max💪…sag B nach A…auch wenn der Weg über C verläuft…
    mein skelettierter Leib hat dann die OP auch gut verkraftet…..

    Was war mein Antrieb an Wegpunkten der Entscheidung, ich denke menschlich betrachtet mein alteingesessener Onkologe…er ist sehr krass klar in seinen Worten…auch heute noch….aber ohne GOTTES Willen und Liebe wäre ich sitzen geblieben an irgendeinem Wegpunkt…

    Du schaffst das Max! Daran glaube ich, bete, opfere, fühle und liebe

    …..breite Wege, du schwingst dahin
    ….. Glück an deiner Seite
    …..schmale Wege, du quälst dich voran
    WEGPUNKT
    …..mein Weg
    …..so darf er nicht sein
    …..so kann er nicht sein
    ……hier stehst du nun mit dir selbst
    ……suchend und ringend
    ……Veränderung
    WEGPUNKT
    ……hat immer zwei Seiten
    ……vielleicht ist er gar nicht so schlecht
    …..der neue andere besser machende Weg
    WEGPUNKT
    ……zur HEILUNG

    Für uns alle hier und da draußen die wir oft jeden Tag neu Wege suchen,finden und gehen……

    Suchen und fragen, hoffen und sehn
    miteinander glauben und sich verstehen,lachen, sich öffnen, tanzen befreien, so spricht GOTT sein JA so stirbt unser nein.

    Klagende hören, Trauernde sehen, aneinander glauben und sich verstehen, auf unsere Armut lässt Gott sich ein,so spricht GOTT sein JA so stirbt unser nein.

    Planen und Bauen, NEULAND begehen, füreinander glauben und sich verstehen, Leben für viele, Brot sein und Wein, so spricht GOTT sein JA so stirbt unser nein.

    So und nun Max, es ist 05.21 Uhr, schnüre ich meine Pumba Laufschuhe und renne mit einem Pumba Challenge Fan mehr , dem neuen Tag entgegen.

    Komm gut durch diesen Tag, hab dich lieb 🙏❤️🐞❤️☀️💪

  2. Sabine und Uli Sabine und Uli

    Lieber Max,
    Wir wünschen Dir ein gutes Gespräch mit dem Oberarzt, das Dir wirklich hilft, alles einzuordnen. Wir sind in Gedanken bei Dir
    Sabine und Uli

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